Stationäre Betreuung: Übersicht

Jedes Kind und jeder Jugendliche braucht eine persönlich ausgestaltete Hilfe. Um den sehr unterschiedlichen Anforderungen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, haben wir ein breites Spektrum an unterschiedlichen Angeboten im Bereich der stationären Betreuungsformen aufgebaut.

Diese umfassen sowohl altersgemischte und geschlechtsspezifische Gruppen, als auch  spezielle heilpädagogische Angebote sowie die Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben in der Gemeinschaft.

Wer kann bei uns leben?

Die stationäre/teilstationäre Aufnahme ist ausgerichtet auf Kinder, Jugendliche und junge Volljährige, die auf Grund belastender Lebenserfahrungen und den damit verbundenen Mangelerlebnissen oder Fehlentwicklungen einer außerfamiliären Betreuung bedürfen.

In unseren stationären Wohnformen werden Kinder und Jugendliche in der Regel im Alter von 6 Jahren bis 18 Jahren betreut und mit ihrer Zustimmung werteorientiert erzogen, in Einzelfällen auch über die Volljährigkeit hinaus.

Mögliche Aufnahmeindikatoren sind:

  • Entwicklungsstörungen und/oder -hemmnisse
  • verhaltens-/ emotionale Störungen
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen
  • körperliche, geistige und / oder seelische Beeinträchtigungen
  • Störungen und Probleme im Bezugs-/ Familiensystem des jungen Menschen
  • Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit gelegentlichem Drogenkonsum
  • Aufenthalt in einer schädlichen „Subkultur“
  • delinquentes Verhalten
  • Anzeichen von drohender Verwahrlosung
  • Gewalterfahrungen bzw. Missbrauch

Im Einzelfall wird die Betreuung im stationären/teilstationären Bereich gekoppelt mit ergänzenden gezielten, pädagogischen, therapeutischen und / oder schulischen Förderungsmaßnahmen.

Unsere Ziele für und mit unseren Kindern und Jugendlichen

Unser Ziel im stationären/teilstationären Bereich ist es, den Kindern und Jugendlichen durch die Verbindung von Alltagserleben und gezielten pädagogischen und therapeutischen Angeboten Lebensfreude zu vermitteln. Ungelenktes, oft überzogenes und auch ungewolltes Verhalten in Einklang mit dem Selbst zu bringen und zum eigentlich gewünschten Verhalten zu verhelfen, sehen wir als unseren sinnvollen Auftrag.

Die Annahme der Herkunftsfamilie bzw. die intensive Zusammenarbeit mit den von den Kindern bzw. Jugendlichen als Eltern akzeptierten Menschen erleichtert den Versuch der Kinder bzw. Jugendlichen, sich auf  uns einzulassen. Immer ist die mögliche Rückkehr in die Familie vorzubereiten, wenn es dem Willen des Kindes und der Eltern entspricht und dem Wohle des Kindes dient.

Ein strukturierter Alltag hilft die mitgebrachten eigenen lebenspraktischen Fähigkeiten zu entdecken und die sozialen Kompetenzen zu fördern mit der Möglichkeit, diese zum Wohle Aller in unsere Gesellschaft einzubringen.